Ratgeber Börse
Wie der Strompreis an der Börse entsteht, warum er stündlich schwankt und was das für Ihren Stromtarif bedeutet.
Grundlagen
Strom wird in Europa an Börsen gehandelt. Für Deutschland ist vor allem die EPEX Spot wichtig. Am Day-Ahead-Markt wird in einer täglichen Auktion der Strom für jeden Zeitabschnitt des Folgetags gehandelt. Angebot und Nachfrage treffen sich, und es entsteht ein einheitlicher Preis für das Marktgebiet Deutschland-Luxemburg.
Kraftwerke werden nach ihren Grenzkosten eingesetzt – zuerst die günstigsten. Wind- und Solaranlagen haben fast keine Brennstoffkosten und stehen daher vorn. Das teuerste noch benötigte Kraftwerk bestimmt den Preis. Ist viel erneuerbarer Strom im Netz, werden teure Gaskraftwerke nicht gebraucht – der Preis sinkt.
Bei sehr hohem Angebot und geringer Nachfrage – etwa an sonnigen Feiertagen – kann der Preis unter null fallen. Für Kundinnen und Kunden mit dynamischem Tarif sind das die günstigsten Stunden des Jahres.
Der Börsenpreis ist nur ein Baustein. Hinzu kommen Vertrieb, Netzentgelte, Konzessionsabgabe, Umlagen, Stromsteuer und Mehrwertsteuer. Laut BDEW lag der durchschnittliche Haushaltsstrompreis 2026 bei rund 37 ct/kWh, davon gut 15 ct für Beschaffung und Vertrieb.
Live
So sieht der Preisverlauf aktuell aus – die vollständige Ansicht finden Sie unter „Strompreis morgen“.
Morgen, Sonntag, 11. Oktober 2026
Quelle: Energy-Charts (Fraunhofer ISE) · Daten: Bundesnetzagentur | SMARD.de · CC BY 4.0 · Stand 10.10.2026 19:05 Uhr
Am Day-Ahead-Markt wird Strom für den Folgetag in einer Auktion gehandelt. Am Intraday-Markt wird bis kurz vor Lieferung fortlaufend nachgehandelt, um Abweichungen auszugleichen.
Auf unserer Seite „Strompreis morgen“ sehen Sie die Day-Ahead-Preise für heute und morgen – Stunde für Stunde.
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